Christkönigkirche wird in der Fastenzeit 2010 zur „Jungen Kirche“ mit viel Programm. Während der Fastenzeit vom 21. Februar bis zur Osternacht vom 3. auf den 4. April 2010 wird die Bestwiger Christkönigkirche zur „Jungen Kirche“. Im Mittelpunkt entsteht ein Berg: der Tabor.
„Wie Jesus im Dabei sein seiner Jünger Petrus, Johannes und Jakobus einst auf diesem Berg verklärt wurde, soll auch der Bestwiger Tabor zu einem besonderen Glaubenserlebnis für junge Christen werden“, erklärt Michael Kloppenburg, Referent für Jugend und Familie im Dekanat Hochsauerland-Mitte.
„Dazu planen wir Workshops, Jugendgottesdienste, Filmvorführungen und Diskussionen“, zählen Melanie Scheeren und Saskia Helbig auf. Die beiden gehören dem rund 40-köpfigen Organisationsteam an, in dem Jugendliche aus mehreren Bestwiger Ortsteilen und Gruppierungen wie der KJG oder der Messdiener vertreten sind. Die Großgruppe hat sich seit den Sommerferien schon viermal getroffen.
„Und erklimmen wollen wir den Berg im wahrsten Sonne des Wortes. Denn zu den Angeboten gehört auch ein Kletterworkshop. Da können Jugendliche den Kirchturm besteigen“, fügt Gemeindereferentin Marion Reiling hinzu. Angestoßen wurde das Projekt auf dem Ideentag im Zuge des Prozesses zur neuen inhaltlichen Ausrichtung des Pastoralverbundes Ruhr-Valmetal im Frühjahr 2009. Marion Reiling hatte im Sommer zu einem ersten Treffen eingeladen und ist jetzt schon überrascht, welche Eigendynamik die Idee entwickelt: „Die Jugendlichen sind kreativ und nehmen viele Dinge selbstständig in die Hand.“ Zum Beispiel den Aufbau des Berges: Ein Felsen aus dem Bestwiger Steinbruch lässt sich nicht in die Kirche schaffen. Ein Duplikat aus Pappmaché war dem Vorbereitungsteam aber zu billig. Jetzt planen die Organisatoren einen Unterbau aus Styropor, der mit echtem Mutterboden und Steinen gestaltet wird – und dafür haben sie dann auch das Material sowie einen Traktor für den Transport beschafft.
„Die Jugendlichen sollen sich und ihre Ideen in dieser Kirche wiederfinden“, erklärt Marion Reiling das pastorale Konzept, das sich schon in vielen Bistümern und Dekanaten bewährt hat. In Meschede ist die Kirche Mariä Himmelfahrt bereits dreimal zu einer „Jungen Kirche“ geworden.
Diese Identität geschehe zum einen über die Gestaltung, zum anderen über das Programm. Der Bundestagsabgeordnete Patrick Sensburg hat bereits zugesagt, mit den Jugendlichen über Glaubensfragen und die Bedeutung der Kirche zu diskutieren. Pater Werner Vullhorst wird mit ihnen kochen. Und der Gospelchor „Our Voices“ kommt, um einen Tag lang mit der Gruppe zu singen. Außerdem stehen Kinovorführungen, Konzerte oder ein Künstlerworkshop auf dem Programm.
„Mit dieser gemeindeübergreifenden Aktion durchbrechen wir die gewohnten Strukturen. Das entspricht dem Lebensgefühl junger Menschen, die viel stärker vernetzt sind und die sich oft an der `Schrebergartenmentalität` in der Kirche stoßen“, weiß Michael Kloppenburg.
Schon jetzt laufen zahlreiche Aktionen, die auf die Junge Kirche hinweisen und das Projekt finanzieren helfen: vom Plätzchenverkauf bis zur Ansprache von Firmen. „Viele Unternehmen haben bereits einen Zuschuss zugesagt“, freut sich Marion Reiling. Für Zuwendungen kann auch eine Spendenquittung ausgestellt werden. Überweisungen sind möglich auf das Konto der Katholischen Kirchengemeinde St. Margaretha bei der Sparkasse Hochsauerland, Kontonr. 000 2000 107, BLZ 416 517 70, Stichwort „Junge Kirche“.
Wer sich über das Projekt informieren oder sich daraus Anregungen für den eigenen Pastoralverbund holen wendet sich an:
Marion Reiling (Gemeindereferentin im PV Ruhr Valmetal), Tel.: 02904 / 711810,
Mail: reiling@pastoralverbund-ruhr-valmetal
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.junge-kirche-bestwig.npage.de.